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Zum Skandal um massenhafte Steuerhinterziehungen sagte Merkel, sie erwarte von einem Unternehmer, dass er sich an Recht und Gesetz halte. "Ich bin aber auch nicht bereit, die Unternehmer als Ganzes in irgendeine Ecke zu stellen, nur weil Ausnahmen sich nicht an die Regeln halten", betonte die Kanzlerin. Mit Blick auf eine Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit der Linkspartei in Hessen bescheinigte die Parteivorsitzende der SPD Unglaubwürdigkeit. Es "wäre ja ganz einfach gewesen", eine Wahl der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti mit den Stimmen der Linken zur hessischen Ministerpräsidentin auszuschließen, betonte Merkel. "Ist aber nicht gesagt worden", fügte sie hinzu. Der Hamburger SPD-Spitzenkandidat sage zwar möglicherweise die Wahrheit, wenn er eine Kooperation mit den Linken in der Hansestadt ausschließe. "Aber die SPD in Hamburg ist eben nicht Naumann". Wer "klare Verhältnisse" schaffen wolle, müsse am Sonntag die CDU wählen.
 
Ole von Beust: Hamburg ist unsere gemeinsame Stadt
 
Zuvor hatte Bürgermeister Ole von Beust für das Konzept der wachsenden Stadt geworben. Er stehe für eine starke, solidarische, für die Zukunft planende Metropole, die den Menschen Geborgenheit gebe, versicherte der CDU-Spitzenkandidat. Ausdrücklich warnte er vor Politikern, die den Menschen vor der Wahl das Blaue vom Himmel versprechen würden, aber nicht sagten, wie sie ihre Pläne finanzieren wollten. In diesem Zusammenhang verwies Ole von Beust auf die rot-grüne Koalition, die in dem Jahrzehnt von 1990 bis 2000 die Schulden der Stadt verdoppelt habe. Diese Schuldenpolitik habe dazu geführt, dass die Hansestadt allein für Zinsen jeden Tag drei Millionen Euro habe aufbringen müssen. "Diese Geld können wir für andere Dinge besser ausgeben", fügte er hinzu.
 
Wulff: Kommunisten gehören in die Geschichtsbücher, nicht in die Parlamente Niedersachsens
 
Ministerpräsident Christian Wulff machte deutlich, er habe es sich 18 Jahre nach Herbeiführung der Deutschen Einheit nicht träumen lassen, "dass alte Kommunisten wieder die Chance haben könnten, in deutsche Parlamente im Westen einzuziehen". Christian Wulff warnte, bei vielen Mitgliedern der Linken handle es sich um "DDR-Nostalgiker. Diese dürften niemals wieder Verantwortung in Deutschland bekommen". Ähnlich wie in Niedersachsen stünden derzeit in Hamburg zehn DKP-Mitglieder auf der Landesliste der Linken, um in die Bürgerschaft einzuziehen. Dabei gehörten Kommunisten "in die Geschichtsbücher, nicht in die Parlamente".
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